Leaving bed early to go on a pre-dawn walk with unknown outcome often turns into a mental challenge for me. The uncertainty that comes with landscape photography made me change my mind many times before. I have skipped alarms, turned around on the doorstep and even turned around after having walked half way to my destination. Unfortunately for me, even with the most careful planning, the only way to find out if the walk is worth it, is to walk it.

Arranging to meet a fellow photographer for a sunrise shoot generally helps with the situation and puts enough pressure on me to not skip the alarm. Luckily enough I had run into Andrew Waddington in El Chaltén a few years back. He’s not only a great photographer and all around great guy, he also – just like me – had returned for the 15/16 season, spending an extended time in Patagonia.

Fitz Roy at sunrise in winter
Gentle Call

This one winter morning, just like many times before in the past months, Andrew and me teamed up to shoot Fitz Roy at sunrise. Way before the sun came up we started our hike in Parque Nacional los Glaciares. Patagonia’s jagged mountains were still dressed in the purest blue of the early hours. The wind that haunts El Chaltén during the summer months was long gone and the cold air seemed to be standing still. In the light of our headlamps the eery shadows of the Lenga trees around us danced quietly. The only sound was the crackle of frozen leaves under our boots.

We reached our destination long before daybreak. We were standing in the middle of a meadow looking up the valley. Cerro Torre and Fitz Roy looked a bit different from this angle – I had never been here before. Everything around us was quiet. Despite the cold, pearls of sweat had formed on my forehead. I wiped them away with the sleeve of my shirt before grabbing my down jacket and a hat from my backpack. I exhaled. The tougher part of my work had already been done, now it was time to wait and see if it paid off. And this morning it definitely did.

Fitz Roy Sunrise
Parque Nacional los Glaciares
Patagonia
Argentina

Canon EOS 5D Mark III
Canon EF 70-200mm f/2.8L IS II USM @ 160mm
ISO 100, f/8, 0,3 seconds
Tripod

11. July 2016 @ 09:34
Sunrise

Single exposure processed in LR

Früh aus dem Bett zu kriechen, um weit vor Sonnenaufgang einen Spaziergang mit ungewissem Ausgang zu machen, wird für mich oft zu einer mentalen Herausforderung. Die Ungewissheit, die mit der Landschaftsfotografie einhergeht, hat mich schon viele Male dazu gebracht, zu zweifeln zu beginnen. Ich habe Wecker ignoriert, bin auf der Türschwelle umgekehrt und habe sogar, nachdem ich die Hälfte des Weges zum Ziel schon zurückgelegt hatte, umgedreht. Leider gibt es – selbst bei sorgfältigster Planung – nur einen einzigen Weg um herauszufinden, ob sich der Weg lohnt: ihn zu gehen.

Sich mit einem Fotografenkollegen für ein Sonnenaufgangs-Shooting zu verabreden, hilft mir in der Regel beim Aufstehen und setzt mich unter genügend Druck, um den Wecker nicht zu überhören. Glücklicherweise habe ich vor ein paar Jahren Andrew Waddington in El Chaltén getroffen. Er ist nicht nur ein großartiger Fotograf und insgesamt ziemlich entspannt, er war auch – genau wie ich – für die Saison 15/16 zurückgekommen und verbrachte eine einige Monate in Patagonien.

Fitz Roy at sunrise in winter
Gentle Call

An diesem Wintermorgen, so wie schon viele Male zuvor in den vergangenen Monaten, machten Andrew und ich uns auf um einen Sonnenaufgang im Parque Nacional los Glaciares zu fotografieren. Die Wände der Berge Patagoniens waren noch in das tiefste Blau der frühen Morgenstunden gekleidet. Der Wind, der El Chaltén in den Sommermonaten heimsucht, war längst verflogen und die kalte Luft schien stillzustehen. Im Licht unserer Stirnlampen tanzten die unheimlichen Schatten der Lenga-Bäume lautlos um uns herum. Das einzige Geräusch war das Knacken der gefrorenen Blätter unter unseren Schuhen.

Wir erreichten unser Ziel lange vor Sonnenaufgang. Wir standen in der Mitte einer Wiese und schauten das Tal hinauf. Cerro Torre und Fitz Roy sahen aus diesem Blickwinkel etwas ungewohnt aus – ich war noch nie zuvor hier gewesen. Alles um uns herum war still. Trotz der Kälte hatten sich Schweißperlen auf meiner Stirn gebildet. Ich wischte sie mit dem Ärmel meines Shirts weg, bevor ich meine Daunenjacke und Haube aus dem Rucksack holte. Ich atmete aus. Der harte Teil meiner Arbeit war bereits getan, jetzt ging es nur noch darum, abzuwarten und zu sehen, ob es sich auszahlte. Und das tat es an diesem Morgen definitiv.

Canon EOS 5D Mark III
Canon EF 70-200mm f/2.8L IS II USM @ 160mm
ISO 100, f/8, 0.3 Sekunden
Stativ

11. Juli 2016 @ 09:34
Sonnenaufgang

Einzelbelichtung bearbeitet in LR

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